Historisches zur Kirche

Schon in vorreformatorischer Zeit hat hier eine Kirche gestanden. 1480 wird Herrmann Stecher als Pfarrer von Lengefeld genannt. Die Vorgängerkirche war bis zum Neubau 1885 kleiner, hatte einen Zwiebelturm und wurde mehrfach umgebaut bzw. erweitert.

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Seit 1539 gehört Lengefeld zur Ephorie/ Kirchenbezirk Marienberg. Ab 1540 war Hieronymus von Hirscheid der erste evangelische Pfarrer in Lengefeld. Nach ihm kam 1560 Pfarrer Wolfgang Günther und ab 1577 - 1621 war Pancratius Himmelreich Pfarrer, dessen Grabplatte hinter dem Altar der heutigen Kirche zu sehen ist.

Nach einem Blitzeinschlag und folgendem Brand des Turmes, wurde eine Bauuntersuchung (Architekt Prof. Arnold) durchgeführt, bei der gravierende Mängel an der Bausubstanz festgestellt wurden, die wohl auch ohne den Brand grundlegende Baumaßnahmen notwendig gemacht hätten.

Prof. Arnold erstellte die Pläne für die neue Kirche. Erbaut wurde sie vom Lengefelder Baumeister R. Trautzsch und dem Zimmermeister Siegel in den Jahren 1885 bis 1886.

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Von der alten Kirche blieb nur der untere Teil des Turmes erhalten, auf dem dann weiter aufgebaut wurde. Außerdem wurde die Hildebrandt-Orgel aus der alten in die neue Kirche übernommen.

Die neue Kirche bekam einen neuen Altar. Das Altarbild ist ein Ölgemälde von Prof. Carl Gottlob Schönherr aus Dresden. Es stellt die Verklärung Christi dar und ist ein Geschenk des Künstlers an seine Geburtsstadt.

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Den Altar aus der Vorgängerkirche wurde nach Marienberg abgegeben und steht heute im Vorraum der St. Marienkirche in Marienberg.


Im Innenraum der Kirche wurden die Deckenflächen, Säulen und Emporen mit einem Eichenholzanstrich versehen. An der Decke waren 11 Apostelköpfe gemalt.

Die Innenrenovierung im Jahre 1961 verändert einiges. So erhielt der Innenraum einen neuen Anstrich in verschiedenen Grautönen. Damit waren die Bemalungen zum Teil bis heute nicht mehr sichtbar. Ob das von politischer Seite diktiert oder wegen Geld- und Materialmangel so gemacht wurde, ließ sich nicht sicher klären.


2007 wurde im ersten Bauabschnitt der Innensanierung ein Teil der alten Bemalung wieder freigelegt. Im Vorfeld gab es im Kirchenvorstand durchaus reichlich Diskussionen, ob man zum alten Design von 1886 zurückkehren oder eine neue farbliche Gestaltung wählen soll. Der Aufwand wäre in jeder Hinsicht bei beiden Varianten nahezu gleich. Die Hoffnung ist nun, daß der 2. Bauabschnitt bald begonnen und die Innensanierung beendet werden kann, bevor die Orgel-Reko beginnt. Beide Projekte haben einen beträchtlichen finanziellen Umfang

Fakt ist aber: Eine prima sanierte Kirche im historischen Gewand und eine äußerlich und klanglich rekonstruierte Orgel (was richtig und auch wichtig ist) sind keine Garanten oder keine Belege für die Lebendigkeit einer Gemeinde. Erst durch die Menschen und letztlich durch Gott kann das Haus mit Leben erfüllt werden. Oder anders ausgedrückt: Erhält die Verpackung mehr Wertigkeit oder einen höheren Stellenwert, als der Inhalt, dann wird es problematisch.
 

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letzte Aktualisierung:

28.01.2012

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